Geschichte



1904
Ja wo geht sie los, die Geschichte unserer Firma?

Ohne zu weit auszuholen, wollen wir im Jahre 1665 beginnen. Zu diesem Zeitpunkt begann ein Amtmann der Stadt Frauenstein den heutigen Komplex zu errichten. Es entstand ein Malz- und Getreidelagerhaus sowie ein weiteres Gebäude als Sudhaus zum Bierbrauen. Im Laufe der folgenden Jahre (Jahrhunderte) wechselten Eigentümer und Pächter einander ab, so daß es vor 1904 dreimal zum Konkurs kam. Durch den glücklichen Umstand, daß die Gebäude etwas abseits vom Markt stehen, fielen sie nicht dem dritten Stadtbrand 1869 zum Opfer.
 
Gustav und Amalie Grahl
Und nun endlich beginnt die Geschichte der Firma Grahl. Gustav Grahl erwarb 1904 die Brauerei mit der dazugehörigen Landwirtschaft von der Stadt Frauenstein und zog am 21.Februar 1904 mit seiner Familie Frau Amalie und Söhnen Rudolf und Richard- von Nöthnitz (heute ein Stadtteil von Dresden) bei eisiger Kälte nach Frauenstein.
Im April des gleichen Jahres braute Gustav das erste Mal Bier. Die Kunden waren fast ausschließlich Gastwirte aus Frauenstein und der näheren Umgebung. An Haushalte wurde das Bier in Krügen abgegeben.
Die Zeit verging und es begann der erste Weltkrieg. Die Inflationszeit brach herein, die Zahlungsmoral wurde immer schlechter und es kam wie es kommen mußte. Das Brauen wurde eingestellt. Das dies für immer sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt niemandem klar. Das Geschäft wurde auf das Abfüllen und den Handel von Bier sowie die Herstellung von alkoholfreien Getränken umgestellt. Lieferant des Bieres war vorwiegend die Felsenkellerbrauerei Dresden. Natürlich wurden auch Biere aus Kulmbach per Bahn in 200 Liter Fässern bezogen.
 
Richard und Elise Grahl, mit Töchtern Sigrid, Ingeburg und Gudrun
1926 starb Gustav Grahl an den Folgen einer verschleppten Grippe. So übernahm Sohn Richard den Betrieb. Die Produktion beim Abfüllen von Flaschenbier wurde immer mehr gesteigert, so daß die Produktionsanlagen ständig modernisiert werden mußten. Und wieder ging die Zeit dahin, bis es 1939 zum zweiten Weltkrieg kam. Die Lieferwagen wurden eingezogen und der Bierbezug kontingentiert. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nach dem Krieg konnte Anfang Juni 1945 erstmals wieder Bier aus der Brauerei in Dresden geholt werden. Leider hatten wir keine eigenen Transportmittel mehr, da auch das letzte Pferd beschlagnahmt wurde. So mußten die Fahrzeuge vorerst gemietet werden.
 
Gottfried und Ingeburg Zimmermann, mit Töchtern Sigrun und Elke
Leider war das Geschäft rapide zurück gegangen. 1951 stiegen Gottfried Zimmermann und Ingeburg (geb. Grahl) Zimmermann in den Betrieb ein. Zuerst wurde ein kleiner Lastkraftwagen aufgebaut und danach die Produktion stetig gesteigert, bis Ende der 60er Jahre neues Unheil drohte. Unser Betrieb sollte den Großbrauereien angeschlossen werden. Nach langen Auseinandersetzungen mit den Behörden konnten wir doch unsere Selbständigkeit behalten. Trotz ständiger Maschinisierung geriet die Produktion bald an ihre Grenzen, da an eine Erweiterung der Produktionsanlagen nicht zu denken war.
 
Dieter und Sigrun Griesbach
1986 starb Gottfried, so daß Dieter Griesbach und Sigrun (geb. Zimmermann) das Geschäft in ihre Hände nahmen. 1990 kam der Zusammenschluß Deutschlands. Der Abfüllbetrieb mußte eingestellt werden, da der Umsatz in diesem Segment mit den vorhandenen Produktionsanlagen stetig zurückging. Es entstand der heutige Getränkefachgroß- und Einzelhandel. Wie in den vorangegangenen Epochen unserer Firma mußte auch hier fast von vorn begonnen werden. Der Fuhrpark mußte komplett umgestellt, neue Infrastrukturen geschaffen sowie die Lagerkapazitäten durch den neuen Geschäftsbereich enorm vergrößert werden.






Öffnungszeiten:

Mo. - Mi.
7.00 Uhr - 18.00 Uhr

Do. - Fr.
7.00 Uhr - 18.30 Uhr

Sa.
8.00 Uhr - 12.00 Uhr


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